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Deutsche Verben - Futur II Konjunktiv I

Tipp von Redaktion

Konjunktiv I


Was ist die Bedeutung des Konjunktivs I und wie kann ich ihn in einem Satz verwenden? Diese Fragen wollen wir im Folgenden kurz beantworten.

Der Konjunktiv I ist neben dem Imperativ (Befehlsform) und dem Indikativ (Wirklichkeitsform) eine der drei Formen des Verbs. Er findet Verwendung in der indirekten Rede. Daher ist sein hauptsächliches Einsatzgebiet die Schriftsprache, das gehobene Niveau.

Die indirekte Rede wiederum kann auf eine Vorzeitigkeit des Geschehens, auf eine Gleichzeitigkeit oder eine Nachzeitigkeit des Geschehens verweisen.

Zeitformen des Konjunktivs I

  • Vorzeitigkeit des Geschehens - Perfekt-Form


  • Nachzeitigkeit - Futur-Form


  • Gleichzeitigkeit - Präsens-Form


Gebildet wird der Konjunktiv I vom Wortstamm es Infinitivs, indem die Konjunktivendungen an den Wortstamm angehängt werden. Eine einfache Regel lautet: Infinitiv ohne "en" + e + Personalendung.

Beispiel: "gehen":

Indikativ

  • ich gehe


  • du gehst


  • er/sie/es geht


  • wir gehen


  • ihr geht


  • sie gehen


Konjunktiv I

  • ich gehe


  • du gehest


  • er/sie/es gehe


  • wir gehen


  • ihr gehet


  • sie gehen


An diesem Beispiel ist ersichtlich, dass es drei Fälle gibt, in denen der Indikativ und der Konjunktiv I identisch sind. Der Zuhörer kann deswegen nur aus dem vorherigen Satz schließen, dass es sich um indirekte Rede handelt. Ein Problem ergibt sich jedoch nur in der dritten Person Plural, da die indirekte Rede bedeutet, dass wir über andere Personen sprechen.

In diesem Fall gilt die Regel: konjugierte Form von würde + Infinitiv

Beispiel:

Indikativ

Wir gehen

Konjunktiv I

Er sagt, sie gehen.

würde-Form

Er sagt, sie würden gehen.

Die Konjugation der würde-Form sieht folgendermaßen aus: würde steht im Satz an der zweiten Position Der Infinitiv folgt am Satzende.

Beispiel:
Er sagte, sie würden Spanisch lernen.

  • ich würd-e


  • du würd-est


  • er würd-e


  • wir würd-en


  • ihr würd-et


  • sie würd-en


Die würde-Form im Konjunktiv I sollte nur in besonderen Fällen verwendet werden. Ein besonderer Fall ist dann gegeben, wenn es Zweideutigkeiten mit dem Indikativ gibt. Würde ist eine Form des Konjunktivs II, wird aber von Muttersprachlern häufig umgangssprachlich verwendet.

Beispiel:
Konjunktiv I

  • Heinz sagte, dass seine Eltern nach Spanien gehen. Sie lernen dort Spanisch.


würde-Form

Heinz sagte, dass seine Eltern nach Spanien gehen. Sie würden dort Spanisch lernen.

Jedoch gelten die oben genannten Regeln nur für schwache Verben. Schwache Verben werden so genannt, weil sie sich bei der Konjugation kaum verändern (im Gegensatz zu starken Verben).

Es gibt ferner insgesamt drei Zeitformen, in denen der Konjunktiv I auftritt:

  • Präsens


  • Beispiel: Peter sagt: "Ich gehe schwimmen." (direkte Rede)


  • Peter sagt, er gehe schwimmen (indirekte Rede)


  • Perfekt: Peter sagt: "Ich war gestern schwimmen." (direkte Rede)


  • Peter sagt, dass er gestern schwimmen gewesen sei. (indirekte Rede)


  • Futur: Peter sagt: Ich werde schwimmen gehen." (direkte Rede)


  • Peter sagt, dass er schwimmen gehen werde. (indirekte Rede)


Futur II (vollendete Zukunft)


Was ist nun aber die Bedeutung des Futur II und in welchem Zusammenhang wird es verwendet?

Das Futur II (das auch Futurum exaktum genannt wird) bezeichnet die Vorzeitigkeit eines Ereignisses/einer Handlung, die in der Zukunft liegt.

Gebildet wird das Futur II mit dem Hilfsverb "werden" und dem Infinitiv Perfekt Aktiv.

Beispiel:
Futur II Indikativ

  • Ich werde gekocht haben, wenn ihr vom Spiel zurückkommt.


  • Du wirst gekocht haben.


  • Er/sie/es wird gekocht haben.


  • Wir werden gekocht haben.


  • Ihr werdet gekocht haben.


  • Sie werden gekocht haben.


Es liegen also zwei Ereignisse/Handlungen in der Zukunft, wobei das Futur II auf die Vorzeitigkeit des Geschehens verweist.

Auch hier machen Muttersprachler in der Umgangssprache jedoch einen Unterschied, denn häufig werden vorzeitige Handlungen in der Zukunft in der gesprochenen Sprache auch durch das Perfekt ausgedrückt.

Beispiel:

  • Wenn ihr vom Spiel zurückkommt, habe ich schon gekocht.


Korrekt wäre aber:

  • Wenn ihr vom Spiel zurückkommt, werde ich schon gekocht haben.


Es ist ersichtlich, dass das Futur II meist angewandt wird, um eine Vermutung auszudrücken, dass eine bestimmte Handlung zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft abgeschlossen sein wird. Deutlicher machen kann man eine Vermutung, indem man das Wort "wohl" einfügt:

Beispiel:

  • Wenn ihr vom Spiel zurückkommt, werde ich wohl schon gekocht haben.


In der gesprochenen Sprache findet sich die vollendete Zukunft nur selten. Sie wird vorwiegend in der Schriftsprache angewandt (gehobenes Niveau).

Auch das Futur II kann dabei im Konjunktiv I und Konjunktiv II stehen.

HIER NOCHMALS ALLE VERBFORMEN:

+ Präsens Indikativ

+ Präteritum Indikativ

+ Futur I Indikativ

+ Futur I Konjunktiv II

+ Präsens Konjunktiv I

+ Präteritum Konjunktiv II

+ Perfekt Indikativ

+ Plusquamperfekt Indikativ

+ Futur II Indikativ

+ Futur II Konjunktiv I

+ Perfekt Konjunktiv I

+ Plusquamperfekt Konjunktiv II

+ Imperativ
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