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deutsche Verben - Präsens Indikativ

Tipp von Redaktion

Was ist eigentlich ein Präsens Indikativ?


Bei der Benutzung von Verben kombinieren wir in der deutschen Sprache immer eine Zeitform mit einem Modus. Die Verknüpfung von Präsens und Indikativ ist die mit Abstand häufigste Art der Nutzung. Das hängt mit den Bedeutungen zusammen, die beide Elemente haben. Der Indikativ ist neben dem Imperativ und dem Konjunktiv einer der drei Modi der deutschen Sprache. Er wird immer dann benutzt, wenn sich die Aussagen des Sprechers auf eine wahre Begebenheit oder auf etwas tatsächlich Bestehendes beziehen. Im Gegensatz dazu wird der Konjunktiv verwendet, um einen Wunsch auszudrücken. Der Imperativ als dritter Sprachmodus unterstreicht die Ausdrucksweise bei einem Befehl oder einer Aufforderung.

Das Präsens ist die Gegenwartsform des Verbs, obwohl das seiner tatsächlichen Nutzung nicht ganz gerecht wird. Das hängt damit zusammen, dass es auch gebraucht wird, um etwas zu beschreiben, was einmalig in der Zukunft geschehen wird. Die klassische Verwendung des Präsens kommt in verbalen Aussagen zum Ausdruck, die sich mit dem beschäftigen was wir gegenwärtig oder regelmäßig wiederkehrend tun.


Beispiele:


  • Gegenwärtiges Geschehen: Ich gehe gerade zum Frisör


  • Regelmäßiges Geschehen: Ich gehe jeden Monat zum Frisör


  • Einmaliges Geschehen in der Zukunft: Ich gehe nächsten Dienstag zum Frisör


Die Bildung des Präsens in der deutschen Grammatik


Das Präsens wird im Deutschen durch die Konjugation der Grundform der Verben, dem Infinitiv gebildet. Dieser besteht aus zwei Bestandteilen, dem Präsensstamm und der Endung "en". Beim Konjugieren wird die Infinitivendung durch eine Personalendung ersetzt. Welche dabei zum Einsatz kommt, hängt von dem zugeordneten Subjekt ab. Am einfachsten lässt sich das anhand der Nominativform der Personalpronomen erklären. Davon gibt es drei Singular- und drei Pluralformen. Die folgenden Beispiele zeigen wie die Grundform des Infinitivs bei der Zuordnung zu den jeweiligen Personalpronomen bei den meisten regelmäßigen und unregelmäßigen Verben umgewandelt wird.


Singular


In der ersten Person Singular ist das Personalpronomen immer "ich". Die Infinitivendung wird durch die Personalendung "e" ersetzt. Beispiel: Ich schreibe ein Buch.


Das Personalpronomen in der zweiten Person Singular ist das "du". Die zugehörige Personalendung ist "st". Beispiel: Du schreibst ein Buch.


In der dritten Person Singular gibt es drei Formen des Personalpronomens, aufgeteilt nach Geschlechtern, männlich "er", weiblich "sie" und sächlich "es". Die bei allen drei Formen verwendete Personalendung ist "t". Beispiel: Sie schreibt ein Buch oder es (das Kind) schreibt ein Buch.


Plural


Die erste Person Singular ist das Pronomen "wir". Es besitzt die Personalendung "en". Beispiel: Wir schreiben zusammen ein Buch.


Die zweite Person Plural lautet "Ihr" mit der zugehörigen Personalendung "t". Beispiel: Ihr schreibt alle zusammen an dem Buch.


Die dritte Person Plural ist gekennzeichnet durch das Personalpronomen "sie", das auch in der Höflichkeitsform mit großgeschriebenem "Sie" vorkommt. Die Personalendung ist "en". Beispiel: Sie schreiben ein Buch zusammen.


Grammatikalische Ausnahmen


Viele Menschen aus dem Ausland bezeichnen Deutsch als eine Sprache, die schwer zu lernen ist. Das hängt damit zusammen, dass es in der Grammatik viele Ausnahmen von den Regeln gibt. In der Konjugation von Verben ist das nicht anders. Die wichtigsten Ausnahmeregeln werden im Folgenden dargestellt.



Bei manchen unregelmäßigen Verben ändert sich in der zweiten und dritten Person Singular die Stammform. Es gibt zwei verschiedene Varianten der Änderungen. Entweder wird der Vokal in der Grundform getauscht oder Umlaute variiert.



Beispiele:

Geben: du gibst, er gibt

laufen: du läufst, sie läuft



Bei den Wörtern treten und nehmen ändert sich zusätzlich auch das Ende des Stamms, indem der letzte Konsonant verdoppelt wird.

Treten: du trittst, sie tritt

Nehmen: du nimmst, es nimmt



Bei einigen Modalverben (können, mögen, dürfen, müssen, wollen)werden die Basisvokale in allen drei Singularformen umgewandelt. Das trifft auch auf das Verb wissen zu, bei dem zusätzlich der Ausgang des Präsensstamms verändert wird.



Ich kann, mag, darf, muss, will

Du kannst, darfst, magst, musst, willst

Er, sie es kann, mag, darf, muss, will



Ich weiß

Du weißt

Er, sie, es weiß



Das unregelmäßige Verb sein wird in jeder Personalform unterschiedlich gebildet. Für haben und werden gilt das nur für die zweite und dritte Person Singular.


Ich bin
Du bist
Er, sie, es ist
Wir sind
Ihr seid
Sie sind


Du hast, wirst
Er, sie, es hat, wird


Bei Verben wie feuern und handeln, die mit "ern" oder "eln" enden, wird in der ersten und dritten Person Plural kein "en" an den Präsensstamm angehängt, sondern die Infinitivform benutzt.

Das Gleiche gilt auch für tun und knien, deren Stamm auf einen Vokal endet.



Wir fordern, googeln, tun, knien
Sie fordern, googeln, tun, knien



Einige Verben mit den Endungen -den, -ten, -men und -nen erweitern in der zweiten und dritten Form Singular den Präsensstamm um ein "e".



Beispiele:
Du wendest dich um, wartest, atmest, leugnest
Er, sie, es wendet sich um, wartet, atmet, leugnet


Bei Verben, die auf -sen, -ßen, -xen, und -zen enden, fällt in der Du-Form das personale "s" weg.


Beispiele:
Du fasst, gießt, mixt, heizt



HIER NOCHMALS ALLE VERBFORMEN:

+ Präsens Indikativ

+ Präteritum Indikativ

+ Futur I Indikativ

+ Futur I Konjunktiv II

+ Präsens Konjunktiv I

+ Präteritum Konjunktiv II

+ Perfekt Indikativ

+ Plusquamperfekt Indikativ

+ Futur II Indikativ

+ Futur II Konjunktiv I

+ Perfekt Konjunktiv I

+ Plusquamperfekt Konjunktiv II

+ Imperativ
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