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Märchen - Erzherzog Ludwig Salvator: Märchen aus Mallorca

Das Mönchlein

Es war, oder auch nicht, eine gute Reise mache der Stieglitz, für dich einen Anmut und für mich eine Barcella (Zwei Getreide-Maasse).

Es war ein Mönchlein, das auf einem Weg ging und ein Sauböhnelein fand. Weiterhin fand er ein Häuschen, dem er sich näherte und er sagte:

– Ave Maria Purisima. Wollt ihr mir dieses Sauböhnelein aufbewahren?

– Ja, leget es ... weiterlesen


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Die zwölf Diebe

Ein Mann hatte Söhne, von denen einer verheirathet war. Dieser Mann war sehr arm und er suchte täglich durch Holztragen etwas zu verdienen. Eines Tages suchte er Holz in der Nähe von einer Höhle und da sah er zwölf Diebe darauf zugehen und sagte:

– Was soll ich jetzt thuen? Wenn sie mich erblicken, werden sie mich tödten, es sind ihrer so viele. Ich will auf diesen Baum ... weiterlesen


Der Hirte des Brunnens von Ses Basses

Es war ein Hirte, den die Mauren verfolgten und den sie nie fangen konnten.

Eines Tages fanden ihn zehn oder zwölf Mauren und liefen ihm nach. Er entfloh über eine Klippenreihe und blieb erst bei der letzten und äussersten von allen stehen und hier setzte er sich nun, die Flöte zu spielen und die Mauren zu verlachen, welche sich fürchteten, die Klippen zu überschreiten und ihn nicht ... weiterlesen


Der Mann, der Bäume stutzte

Es war ein Mann, der Bäume stutzte in Ses Sorts Llargues und bei der Arbeit gähnte er.

– Ich habe gegähnt, sagte er und wenn man drei Mal gähnt, stirbt man, ich muss schon sehr Acht geben.

Er fuhr fort zu stutzen und nach kurzer Zeit gähnte er wieder.

– Ei, Ei, sagte er, ich habe schon zwei Mal gegähnt, wenn ich es wieder thue, gibt es keine Hülfe mehr ... weiterlesen


Der Anwalt und der Bauer

Ein Herr, der Anwalt war, ging zu Fuss nach der Stadt und als er gegen San Navata1 kam, begegnete ihm ein Bauer.

– Wohin geht's, fragte er ihn.

– Ich, bis zur Stadt, sagte der Bauer und ihr?

– In die Stadt.

– Also können wir zusammen gehen.

– Ja, sagte der Herr.

Als sie ein Stück weiter gegangen waren, sagte der ... weiterlesen


Die Dunkelheit gegen die Mauren

Die Mauren waren im Zuge, einen grossen Angriff zu machen und wollten sich bei Cala Retjada ausschiffen. Die Gabellins (Name, den man den Leuten aus Capdepera gibt) wussten, dass dieses Mal eine grosse Anzahl kommen würden und hatten grosse Befürchtung. Sie riefen die Mutter Gottes der Hoffnung aus dem Castell von Capdepera an und sogleich erhob sich aus dem Castell eine Nebelwolke, welche ... weiterlesen


Das Messmerchen

Es war ein kleiner Knabe, der seinen Vater verlor und die Mutter sagte zu ihm:

– Mein Sohn, jetzt wirst du mir helfen müssen zu verdienen, weil wir arm sind. Ich werde zum Pfarrer gehen und sehen, ob er dich als Messmerchen nehmen will.

Also ging sie zu dem Pfarrer und der Pfarrer sagte ihr ja.

Das Messmerchen war sehr aufgeweckt und die anderen Messmer waren ihm ... weiterlesen


Die Verzauberung im Borino-Brunnen

Ihr müsst denken und glauben, dass in dem Borino-Brunnen eine Schlange versteckt ist, welche in Unzen platzen soll.

Diese Schlange kommt in hundert Jahren nur einmal heraus, am Tage des heiligen Johannes genau um die Mittagszeit und um den Schatz zu erhalten, welchen sie in ihrem Bauche hat, muss man warten, bis sie herauskommt und ihr drei Schnitten von geweihtem Brod in das Maul ... weiterlesen


Der Ziegenhirt der Plana

Ein Ziegenhirt der Plana wollte seine Ziegen melken, fand aber keine einzige.

– Was kann das sein, dachte er, und begann sie zu suchen und aus einiger Entfernung sah er seine Heerde und die Mauren, die sie wegtrieben.

Sogleich zieht er seine Schleuder hervor, setzt einen Stein darein und fängt an zu schreien:

– Up, Up, lasset die Ziegen gehen.

... weiterlesen


Die Wasserfrau

Gabriel Perxanch war ein älterer Junggeselle, welcher ganz allein in seinem Hause wohnte und vom Ertrag seiner Güter lebte. Eu Vilá1 gehörte ihm auch und er brachte dort viele Tage zu, um die Feldarbeit zu verrichten und verkehrte im Dorfe, um zu Abend zu essen und dort zu schlafen.

Eines Tages, als er nach seinem Hause zurückgekehrt war, bemerkte er, dass alle Hausarbeiten schon ... weiterlesen


Das Negerchen aus der Coma

Ein Negerchen hütet einen Goldhaufen und nur am Ostersamstag beim Glorialäuten kommt er heraus. Um den Schatz zu gewinnen, muss man mit einer geweihten und mit dem neugesegneten Feuer angezündeten Kerze dahin gehen.

Um ihm den Schatz zu entreissen, muss man mit dem Munde und mit einem Kusse einen Ring von Gold, den es am Munde hat, wegnehmen.

Wenn man ihm den Ring nimmt, ... weiterlesen


Das Gespenst von Concas

Es ging das Gerücht, dass in Concas ein Gespenst umgehe und Niemand wollte dort übernachten.

Ein kühner Mann erklärte sich bereit, wenn man ihm eine Wurst gebe, die er gedörrt essen könne, eine ganze Nacht dort zuzubringen, um zu sehen, was das Gespenst war.

Man gab ihm die Wurst, er ging weg, und wie er bei dem betreffenden Besitzhause war, betrat er das Innere und ging ... weiterlesen


Der Sklaven-Patron

In Andraitx lebte ein Patron bei dem Vordach1 des Platzes. Dieser Patron hatte die Gewohnheit, jedes Jahr am Weihnachtstage, bevor er zu Mittag speiste, vor die Thüre seines Hauses zu gehen und wenn er irgend einen Fremden unter dem Vordach sah, lud er ihn in sein Haus zum Speisen ein.

Eines Jahres am Weihnachtstage sah er einen Mauren unter dem Vordach stehen, und obschon er gegen die ... weiterlesen


Der Wagen aus Gold

Es war ein König, der wollte sich einen Wagen ganz von Gold machen lassen, er liess seinen ersten Diener rufen und sagte zu ihm:

– Schau, lasse einen Aufruf machen, welcher besagt, dass ich die Tochter desjenigen heirathen werde, welcher mir mittheilt, wie ich es machen muss, um einen Wagen ganz von Gold zu erhalten.

Der Diener sagte ihm: Seid unbesorgt, Herr König, und ... weiterlesen


Die drei Rathschläge

Es waren ein Mann und eine Frau, welche vor kurzer Zeit geheirathet hatten. Sie waren sehr arm, und der Mann entschloss sich, in die weite Welt zu gehen, um zu sehen, ob er nicht ein Kapitälchen zusammen bringen könnte. Er geht und geht immer weiter; endlich fand er eine Gasse und in einem Hause hörte er einen Herrn, welcher Rechnungen machte und dazu sagte:

– So viel und so viel ... weiterlesen


Der Magenpeter

Sie hiessen ihn den Magenpeter weil seine Mutter eines Tages ihn zum Fleisch holen schickte und ihm sagte, er solle dasselbe ohne Knochen bringen. Er brachte einen Magen und als er nach Hause zurückkehrte betrat er die Kirche, um zu sehen, was es gäbe, weil er viele Leute darin sah. Es war soeben das Hochamt und darnach kam die Predigt. Der Prediger sprach über die Butla (Päpstliche Bulle) ... weiterlesen


Das Gespenst der Bufera

Ein Mann fischte mit Würmchen Aale in der Bufera und trug einen Korb auf dem Rücken.

Es war ein Ochse in der Bufera aufgezogen worden, den man Pau nannte, und eines Tages als ein Sturm losbrach, fing der Ochse an zu rennen und zu brüllen, und brüllend lief er von einer Seite zur anderen.

Jener Mann der mit Würmchen fischte, hörte das Brüllen, erschrak und ... weiterlesen


Die Xorrigos-Quelle

Als die Mauren und die Christen sich heftig anfeindeten, so dass diese, wenn sie eine Mauren-Galiote (Schiff) sahen, selbe sogleich verfolgten, oder die Mauren es den unsrigen ebenso machten, geschah es, dass man in Xorrigo einen Hirten benöthigte und die Pächterin sagte zu dem Pächter:

– Schau Gabriel, ich glaube, es wäre für uns vortheilhaft, wenn wir erfahren können, dass ... weiterlesen


Der Sklave, der entfloh

Ein Maure hatte einen mallorquischen Sklaven aus dieser Ortschaft und eines Tages schickte er ihn aus, um Holz zu fällen; als es Abend wurde, kam der Sklave nicht zurück und es wurde später und er kam auch nicht.

Es sagte der Herr:

– Er wird mir gewiss entflohen sein, und am folgenden Morgen ging er dahin, wo er ihn hingeschickt hatte, und er fand ihn noch Holz fällen und ... weiterlesen


Der Raimund vom Pujol

Der Raimund vom Pujol hatte drei Söhne und der Aelteste sagte zu seinem Vater:

– Mein Vater, ich will gehen und die Welt durchwandern.

– Es ist gut, sagte sein Vater.

Und er gab ihm ein Brot und einen Käse mit.

Der Sohn reiste ab, über das Coll des recó und als er den Sattel überschritten hatte, fand er einen Bettler und eine Bettlerin und sie ... weiterlesen


Die Landung der Mauren []

Eine Galiote legte am Lande an, die Mauren schifften sich aus und stiegen hinauf gegen Es Grau.

Als sie in die Ebene von Sa Cometa kamen, trafen sie einen Mann, einen Knaben seinen Sohn und zwei Frauen, die mähten.

Der Mann, der schon alt und Obrë des Heiligen Antonius war, versteckte sich in die Saat, indem er sagte:

– Heiliger Antonius, beschütze uns.

... weiterlesen


Der rothhaarige Mann

Es waren drei sehr arme Brüder.

Der Aelteste sagte zu seinem Vater:

– Mein Vater, ich will gehen und die Welt durchwandern.

Sein Vater sagte zu ihm:

– Mein Sohn, hüte dich vor Kettenhund, rundem Stein und rothhaarigem Mann.

Auf einem Wege fand er einen Kettenhund und er ging zu ihm hin und der Hund biss ihn in die Fersen. Weitergehend sah er einen ... weiterlesen


Die Mauren in der Höhle

Ein Ziegenhirte des Rafal des Porchs sah, dass Mauren in einer Barke kamen und bevor sie am Ufer ankamen, zieht er die Schleuder heraus und so lange wirft er dieselben, dass er sie auf keinerlei Weise anlegen liess.

Als sie erschöpft waren, sagten sie zu ihm:

– Komm näher, komm näher, beim Glauben der Mauren, die wir sind, werden wir dir nichts zu Leide thun.

... weiterlesen


Die Mauren des Castell von Santueri

Es war noch nicht den Mallorquinern gelungen, den Mauren das Castell de Santueri zu nehmen und sie beschlossen einen Tanz in Badalona1 aufzuführen. Sie begannen den Tanz, die Mauren wurden davon gewahr und gingen, um die Musik zu hören, nach der Seite, wo der Tanz stattfand, und während sie zerstreut waren, wurde das Castell von der anderen Seite erstürmt. Die Mauren sahen sich verloren ... weiterlesen


Das Märchen des Bockes

Es war ein König, der wollte sich vermählen und man sagte ihm, dass ein gewecktes und witziges Mädchen vorhanden sei, das für ihn geeignet wäre.

Sobald der König dies erfuhr, ging er zum Hause dieses Mädchens und sagte zu demselben:

– Guten Morgen und was machtest du jetzt?

– Ich kochte Hinauf und Hinunter.

Der König, etwas überrascht über diese ... weiterlesen


Der Mann, welcher den Schatz der Fátima suchte

Es war ein Mann, der einen Hund hatte, welcher Tomeu hiess, und dieser Mann beschloss, den Schatz von Na Fátima zu suchen. Er ging, Erkundigungen einzuziehen, zu einem Herrn aus der Stadt, der Dinge zu errathen pflegte, der aber niemals in Puigpuñent gewesen war, und dieser sagte ihm:

– Und liegt nicht Son Forteza oberhalb Puigpuñent?

– Ja.

– Und ... weiterlesen


Die Landung der Mauren

Die Mauren landeten in der Nähe der Cova foradada und als sie sich ausgeschifft hatten, sahen sie einen Hirten; sie gingen auf ihn zu und nahmen ihm die Ziegen.

Sie nahmen ihn mit sich, tödteten eine Ziege und fingen an, sie zu kochen, um dieselbe zu essen.

Jener Hirte wusste nicht, wie er es anfangen sollte, um einen anderen Hirten, der in der Nähe die Schafe hütete, zu ... weiterlesen


Der Lügensack

Es war ein sehr reicher Herr, der eine wunderschöne Tochter hatte, und gerade vor seinem Hause stand eine sehr grosse Pinie, die ihm die Aussicht verdeckte und diese war sehr schwer zu entfernen.

Der Herr liess einen Ausruf machen, dass derjenige, der die Pinie entfernen könnte, seine Tochter heirathen dürfe.

Ein Mann aus einem benachbarten Dorfe erfuhr davon, machte sich auf ... weiterlesen


Der Sklave von Son Fé

Der Herr von Son Fé kaufte einen Sklaven, der im Alter von achtzehn oder neunzehn Jahren war. Eines Tages, im Gespräch, sagte der Sklave zu dem Herrn:

– Wenn sie mir die Freiheit geben kann ich ihnen eine Quelle auffinden und sie hinleiten wo sie wollen.

Der Herr erwiderte ihm:

– An dem Tage, an dem du eine Quelle findest und nach meinem Hause leitest, werde ... weiterlesen


Die Verzauberung der Fátima

Es war ein Mann, der auf dem Puig (Berg) der Fátima Holzspäne machte, und es erscheint ihm ein anderer, der ihm sagt:

– Willst du reich werden?

Er erwidert darauf:

– Ja, was soll ich machen?

– Du sollst gehen und drei Kerzen kaufen, sie am Tage des heiligen Johannes weihen lassen und dieselben am folgenden Tage hierher bringen. Und wie willst du, ... weiterlesen


Der Mann, der ein Esel wird

Eine sehr arme Wittwe, die drei Kinder hatte, war sehr kummervoll, weil sie nichts hatte, was sie ihnen geben konnte.

Eines Tages kamen zu ihr zwei kleine alte Männer, die aussahen, wie wenn sie die ganze Welt durchwanderten und frugen an, ob sie übernachten könnten und ob man ihnen ein Abendessen geben wolle. Jene Frau war sehr betrübt und sagte ihnen:

– Wie kann ich ... weiterlesen


Die Geschichte des Thurmes von Cañamel

Es war ein Vater, welcher zwei Söhne und eine Tochter hatte, diese gingen Anfang Juni um Korn zu schneiden auf die Felder beim Thurme von Cañamel. Sie banden eine Kalbin, die sie mitgeführt hatten, am Ufer des Torrenten von Ñana an und begannen zu mähen.

Die Tochter ging zur Quelle von Bagura um Wasser zu holen und nahm etwas Wäsche mit, um sie zu waschen.

Es war ungefähr ... weiterlesen


Der Schatz der Höhle von Son Creus

Zwei Männer aus Buñola, welche in Pollensa Kohlen brannten, entschlossen sich, den Schatz der Höhle von Son Creus zu suchen, sie gingen hin, fanden aber nichts. Als sie aus der Höhle herauskamen, fanden sie auf einem Felsen ein paar kleine Knochen und sie betrachteten sie.

Als sie wieder nach Pollensa zurückgekehrt waren, sagte eines Tages ein Mann, der Schmied war und sie zum ... weiterlesen


Der alte Guayta

Es war ein Mann, der auf dem Felde von Cala Murada pflügte und eines Morgens, als ein Nebel herrschte, was man nicht sagen kann, sah er sich plötzlich von einer Anzahl Mauren umrungen, die ihn gefangen nahmen und wegführten, während sie das Pfluggespann gekoppelt zurückliessen.

Sie verbanden ihm die Augen und führten ihn zu ihrem Boote und als sie ihm die Binde entfernten, sah er ... weiterlesen


Das Schloss der Rosen

Es war ein Haus, in dem zwei Kinder waren, ein Knabe und ein Mädchen, sie waren vom Mittelstande, weder arm noch reich.

Und es war ein anderes Haus, wo auch ein Bruder und eine Schwester war und diese waren sehr reich.

In diesen beiden Häusern waren sie sehr befreundet und eines Tages verabredeten sich die beiden Knaben, ein Schloss von Rosen zu machen, die beiden Schwestern ... weiterlesen


Der blinde Maure

In Algier war ein Mallorquinischer Gefangener im Hause eines maurischen Herrn, der blind war und der ihn als Sklaven gekauft hatte.

Dieser Gefangene war bei seinem Herrn sehr beliebt, weil er ein sehr braver Junge war und alle Arbeiten sehr gut zu verrichten wusste.

Eines Tages sagte der Herr zu ihm:

– Wenn du machtest, was ich dir sagen würde und mich nicht ... weiterlesen


Das Gespenst vom Rafal

Im Rafal ging ein Gespenst um, von dem man sagte, dass es überall war, und dass man es nirgends sehen konnte. Es ging durch alle Zimmer der Häuser, ausgenommen vor der Kirche. Niemand hatte es je gesehen, wenn es nicht einige Knaben waren, welche am Allerseelentage Zirbeln assen, die einen Mann mit einem sehr langen Bart auf einem Balkon sahen, der aus einer sehr grossen Pfeife ... weiterlesen


Das Märchen des Zickleins

– Das Märchen des Zickleins, ist es gut, wenn ich es euch erzähle?

– Ja.

– Hättet ihr nein gesagt, hätte ich es euch erzählt.

– Nein.

– Hättet ihr ja gesagt, hätte ich es euch erzählt.

– Also ja.

– Hättet ihr nein gesagt, hätte ich es euch erzählt. – –


Die drei Brüder

Es waren drei Brüder, welche weder Vater noch Mutter hatten.

Und ihr Vater war ohne Testament gestorben.

Sie beschlossen, zum König zu gehen, damit er unter sie die Güter vertheile, sie gingen hin und auf dem Wege ging der Erstgeborene voran, der zweite ging hinter dem ältesten und der jüngste hinter allen.

Sie fanden einen Mann, der eine Mauleselin suchte.

... weiterlesen


Der Schatz der Häuser von Aufabi

Man sagt, dass unter den Häusern von Aufabi eine Höhle war mit einem Schatz, bestehend aus einem Haufen Geld, den eine Schlange hüte.

Um den Schatz zu heben, musste man der Schlange einen Heller (diné) Petersilie, die in can Cayetano de Sóller gekauft ist, in das Maul geben.

Ein waghalsiger Mann, von zwei anderen begleitet, ging, den Schatz zu suchen und brachte der Schlange ... weiterlesen


Die Mauren, welche nach Son Jordi gingen

Als die Mauren auf Son Jordi erschienen, wurden sie von der Pächterin bemerkt. Sie hatte noch Zeit zuzusperren und im Thurm sich einzuschliessen. Als sie im Thurme war, gingen die Mauren in ihr Haus, dann versuchten sie durch ein Fenster in den Thurm zu steigen, und legten Strandkiefern an, die sie gefällt hatten. Die Pächterin bemerkte es und begann Schalen und Teller auf sie zu werfen, aber ... weiterlesen


Die Simoneta

Die Mauren fingen eine Frau, die Simoneta hiess, führten sie nach Algier und dort blieb sie als Sklavin. Als sie nach Mallorca zurückkehren konnte, machte sie Gedichte über das was sie erlebt hatte und ein Gedicht heisst also:



Durch drei Jahre blieb ich eingesperrt

In einem sehr festen Thurm,

Wenn ich mich nicht gefügt hätte,

Hätte mich der Tod ... weiterlesen


Der Sklave Gabelli

Die Mauren fingen den Colau Vey und machten ihn zum Sklaven.

Sie führten ihn nach Algier und dort verkauften sie ihn an einen sehr hervorragenden Mauren, welcher eine sehr schöne Tochter, eines der schönsten Mädchen der Mauren hatte.

Sie hielten ihn gut bewacht, damit er ihnen nicht entfliehen könne. Die Tochter des vornehmen Mauren sagte zu ihm eines Tages, wenn er entfliehen ... weiterlesen


Das Märchen der Falistroncos

Es war ein Mann, der war sehr arm und hatte einen Bruder, der sehr reich war. Eines Tages entschloss er sich, seinen Bruder aufzusuchen und seine Frau sagte zu ihm:

– Gehe nicht hin, so wie so, wird er dir nichts geben.

Er hörte nicht auf sie, reiste ab und es war sehr weit. Als er schon lange gegangen war, fand er einen alten Mann und fragte ihn, ob er ihn begleiten ... weiterlesen


Die Feuerbläserin

Es gab einen Mann, der Wittwer war und eine sehr schöne Tochter hatte, der heirathete von Neuem. Die Stiefmutter konnte das Mädchen nicht ausstehen und quälte es sehr, bis sie es eines Tages aus ihrem Hause fortjagte. Das Mädchen weinte und weinte immerfort, dachte sich als Dienstmädchen zu verdingen und als es zu diesem Zwecke ein Haus aufsuchen wollte, erschien ihm eine sehr schöne Frau ... weiterlesen


Der Hirt von Galatzó

Ein Hirte des bösen Grafen war mit diesem im Streite und der erzürnte Graf sagte ihm:

– Gib Acht du wirst sterben und wirst nicht wissen wo.

– Ja ich werde es doch wissen wo immer man mich tödtet, ich werde es wissen.

Eines Tages nimmt ihn der Graf mit drei oder vier seiner Leute gefangen, sie führten ihn mit verbundenen Augen weg, und der Graf sagte zu ... weiterlesen


Die Mauren des Castellêt

Im Castellêt wohnten vier Mauren, die von dem lebten, was sie stahlen. In die Mühle nahe vom Castellêt gingen sie, um Mehl zu stehlen und um nicht ertappt zu werden, gingen sie auf dem Rückweg rücklings, damit man aus den Fussstapfen nicht erkennen konnte, wohin sie gegangen waren.

Ein Hirte, der in jener Umgebung Schafe hütete, hörte eines Tages die Mauren ein Gespräch führen ... weiterlesen


Das Kettchen

Es war ein Vater, der hatte drei Söhne, einer hiess Anton, einer Johann und ein anderer Bernhard.

Er fühlte sich krank, die drei Söhne waren schon erwachsen und er sagte zu ihnen:

– Ich sehe, dass meine Tage zu Ende gehen und ich wünschte, dass ich euch viel hinterlassen könnte, aber da ich nur wenig habe, so werde ich euch alles geben, was ich besitze und wenn ihr es ... weiterlesen


Der König, der Saubohnen zubereitete

Es war ein König, welcher Saubohnen zubereitete, es fiel ihm der Speichel herab in ein Becken.

Jetzt kommt das Gute. – –

Es war ein König, welcher Saubohnen zubereitete, es fiel ihm der Speichel herab in ein Becken.

Jetzt kommt das Gute. – –

Es war ein König, welcher Saubohnen zubereitete, es fiel ihm der Speichel herab in ein ... weiterlesen


Der Sklave mit den Ledersohlen

Ein Mann und ein Knabe waren in Sa Gruta, um Holz zu fällen, als plötzlich der Vater zu dem Knaben sagte:

– Wir sind verloren, hier ist die Barke der Seeräuber, ich weiss, was wir thun müssen, ich werde das Maulthier besteigen und nach Son Servera reiten und du wirst in einen Mastixstrauch versteckt bleiben, sie werden dich nicht sehen, gehe auch nicht heraus, bis in ein oder ... weiterlesen


Der Sohn des Pächters von Son Forteza

Die Schnitter von Son Forteza verliessen eines Morgens ihre Häuser und gingen zum mähen, sie trafen Mauren, aber diese hatten Furcht vor den Sicheln und sagten ihnen nichts.

Die Schnitter kehrten sogleich um, zu den Häusern zurückgehen, und zu sagen, dass man vor den Mauren auf der Hut sei, aber schon war es zu spät. Die Mauren waren ihnen zuvorgekommen und hatten den Pächter ... weiterlesen


Die Mauren, welche nach Sa Mesquida kamen

Die Magd von Sa Mesquida ging zum Brunnen, beim Meeresufer, um Wasser zu holen. Eines Tages wurde sie von Mauren gefangen, die ihr sagten, wenn sie ihnen einen Laib Käse und ein Brod brächte, würden sie ihr nichts anthuen, aber wenn sie sie verrathe, werde sie getödtet.

Sie ging fort, brachte ihnen Brod und einen Käselaib, und immer schwieg sie und sagte nichts.

Eines Abends, ... weiterlesen


Das Mäuschen

Es war ein Mäuschen, welches den Platz kehrte und darauf ein Geldstückchen fand und sagte:

Was soll ich damit machen, was soll ich damit machen?

– Kaufe ich Haselnüsschen? Nein, sonst müsste ich die Schälchen wegwerfen. Kaufe ich Nüsschen? Nein, ich müsste die Schälchen wegwerfen. Kaufe ich Mandelchen? Nein, ich müsste die Schälchen wegwerfen.

Ich werde mir ... weiterlesen


Die Boyets-Teufel von Son Martí

Die Höhlen der Armaris waren die Schlupfwinkel der Boyets-Teufel von Son Martí. Und diese Boyets-Teufel waren der Teufel selbst, welche schlechte Streiche machten! Bald waren sie hier, bald erschienen sie dort, man konnte über sie nie die Wahrheit erfahren. Don Gabriel, der Herr von Son Martí ritt eines Tages spazieren und im besten Augenblick machte ein Boyet-Teufel in Gestalt eines ... weiterlesen



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Märchen vom Autor Erzherzog Ludwig Salvator: Märchen aus Mallorca

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